Silviu-Vasile Roșu, M.A.
Doktorand, Tutor
Lehrstuhl für Religionswissenschaft
Sprechstunde:
Nach Vereinbarung (Anmeldung per E-Mail)
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Opfer in zwei Sanskritübersetzung des Hebräerbriefs: Eine kontextuelle, textuelle und konzeptuelle Analyse
Die Dissertation behandelt das Thema Opfer im Diskurs protestantischer Missionare im neunzehnten Jahrhundert in und um Calcutta/Nordindien sowie die Opfertheologie und -terminologie des neutestamentlichen Hebräerbriefs in zwei verschiedenen Sanskritübersetzungen von 1808 und 1851, die von einem bzw. zwei baptistischen Missionaren angefertigt wurden. Um den Entstehungskontext dieser Übersetzungen zu erläutern, werden zunächst zahlreiche Stellen aus der damaligen missionarischen Literatur (Bücher, Zeitungen, Briefe, Tagebücher) herangezogen, die sich auf die Kategorie Opfer beziehen. Eine zentrale Rolle spielt dabei das christliche Verständnis des Kreuzestodes Jesu Christi als Opfer, das auf Aussagen des Hebräerbriefs basiert (kontextuelle Analyse).
Anschließend werden die beiden Sanskritübersetzungen des Hebräerbriefs von 1808 und 1851 eingeführt. Dabei wird unter anderem auf die Biographien der Übersetzer, die Entstehungsumstände der Übersetzungen sowie die jeweiligen Stile und Besonderheiten der Übersetzungstexte eingegangen (textuelle Analyse). Schließlich werden einzelne Wörter, Konzepte und Begriffe einer wesentlichen christlichen Terminologie analysiert, die für die Artikulation einer Opfertheologie im Sanskrit notwendig ist und im Hebräerbrief vorkommt. Anders ausgedrückt wird untersucht, wie konkrete Begriffe aus dem Griechischen des Neuen Testaments ins Sanskrit übersetzt wurden und wie – falls zutreffend – die Übersetzungen die Botschaft des Hebräerbriefs beeinflusst haben (konzeptuelle Analyse).
(Die Dissertation ist in englischer Sprache verfasst)